China 2001 - Erste Eindrücke von Peking

24. September 2001

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Der Landeanflug auf Peking am Mittag des folgenden Tages bietet einen ersten Eindruck von den Dimensionen dieser Weltstadt. Ich stelle mir vor: Köln multipliziert mit 13 oder das Ruhrgebiet en gros. Der neue Pekinger Flughafen ist kaum von der Hochglanzarchitektur europäischer moderner Flughäfen zu unterscheiden. Aus den Toilettenräumen allerdings weht angenehmer Lotusduft. Die Gepäckausgabe geht unvergleichlich fix, sodass wir nur kurze Zeit später im Bus zum Hotel sitzen. Schön, dass wir einen Tag in Peking bleiben und erst am nächsten Tag weiterfliegen nach Guilin im Süden Chinas.

Nach einer kurzen Erfrischungspause fahren wir mit dem Hotelbus ins Zentrum zu einem Stadtrundgang. Schon auf der Fahrt durch die Stadt gewinne ich den Eindruck, dass hier so viel im Aufbruch ist, dass wir sicher in den nächsten Jahren einiges von China hören werden, schon allein wegen der Olympiade 2008. Die moderne Architektur von Geschäftsgebäuden ist häufig geschickt mit traditionellen Elementen verbunden. Diese Stadtteile unterscheiden sich kaum von westlichen Großstädten.

Volker führt uns durch die älteren Stadtteile. Häuser mit Innenhöfen, meist ohne sanitäre Einrichtungen und ohne Heizung. Die Winter in Peking sollen sehr kalt sein. Ich liebe diese Gassen mit den Verkaufsständen, an denen Obst, Gemüse, Gewürze, frisch gebackene Snacks angeboten werden. McDonalds ist wirklich eine Beleidigung für chinesische Esskultur. Kurze Zeit später habe bereits eine Tüte mit leckeren frisch gerösteten Bohnen erstanden. Vielleicht, denke ich, kann mich dieses Kraftfutter bei einer durchaus befürchteten Radler-Quälerei am Berg einmal retten.

Und dann - endlich - das erste richtige chinesische Abendessen. Darauf habe ich mich so sehr gefreut. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen können wir draußen sitzen. Volker erläutert die Gepflogenheiten bei Tisch in China und gibt eine kleine Nachhilfe im Essen mit Stäbchen. Na ja, bei dem Appetit werden auch die Finger geschickt. In China bestellt nicht jeder für sich ein Gericht, sondern es werden so viele Gerichte bestellt, wie Personen am Tisch sitzen. Die Speisen werden dann in die Mitte des Tisches, meist auf eine drehbare runde Platte namens "Lazy Susi", gestellt, sodass jeder von allen Gerichten kosten kann. Die Vielfalt der frisch zubereiteten Gerichte kommt meinem genießerischen Charakter sehr entgegen.

Am Ende dieses Tages erfüllt mich das Gefühl, in jeder Hinsicht gut aufgehoben zu sein.

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